Bereich 2 · Mit dem Agenten arbeitenSeite 7 · 10
Wo er dich täuscht, und was bei dir bleibt
In 30 Sekunden
Du zeigst dem Agenten deinen Plan für ein neues Angebot. Er antwortet: „Das ist ein durchdachter Ansatz, der deine Zielgruppe gut abholt." Du bist erleichtert. Zwei Wochen später hat niemand gebucht. Der Plan hatte eine Lücke, die jeder Kollege in fünf Minuten gesehen hätte. Der Agent hat sie auch gesehen. Er hat sie nicht gesagt.
Er ist schnell, freundlich und oft richtig. Freundlich ist das Problem: Lob vom Agenten ist keine Prüfung. Prüfen bleibt bei dir, und es geht mit vier Sätzen.
Was du wissen musst
Fünf Dinge, die der Agent tut, ohne es zu sagen. Keines davon ist ein Fehler, den ein Update behebt; es ist, wie er gebaut ist. Wer sie kennt, arbeitet entspannter mit ihm.
| Was er tut | Dein Gegenmittel |
|---|---|
| Er stimmt dir zu. Plan und Gegenteil findet er beide gut; Zustimmung wirkt hilfreich | Lob ignorieren, Gegenteil verlangen: „Nenn mir drei Gründe, warum das nicht funktioniert" |
| Er klingt sicher, auch wenn er rät. Erfundenes liest sich wie Echtes | „Woher weißt du das? Zeig mir die Stelle." Kann er nicht zeigen, war es geraten |
| Er vergisst. Jede Sitzung beginnt bei null (Kapitel 2.2) | Was bleiben soll, steht in einer Datei; /handoff am Ende längerer Sitzungen |
| Er liefert Durchschnitt ohne Vorgabe. Ohne deine Skizze (Kapitel 2.3) kommt der Mittelwert des Internets | Vorgabe zuerst, eigene Kriterien vor dem Prompt aufschreiben |
| Er optimiert auf dein Okay. Er hört auf, wenn du zufrieden klingst | Selbst prüfen, mit eigenen Kriterien; für Wichtiges die zweite Meinung des anderen Agenten |
Vier Dinge bleiben deshalb immer bei dir, egal wie eingespielt ihr seid. Sie stehen unten als Stopps. Der Rest ist Übung: Vertrauen entsteht aus geprüfter Arbeit, ein Stück nach dem anderen.
Damit arbeitest du
| Dein Agent sagt | Es heißt |
|---|---|
| „Das ist ein durchdachter Ansatz." | Er stimmt dir zu, weil du es so vorgelegt hast. Über die Qualität sagt das nichts. Frag: „Was spricht dagegen?" |
| „Die Datei liegt unter material/preise-2026.md." | Kann stimmen, kann geraten sein; der Ton ist derselbe. Frag: „Zeig mir die Stelle." |
| „Wie besprochen habe ich …" | Besprochen war es gestern, in einer anderen Sitzung. Heute weiß er nur, was in Dateien steht. |
| „Fertig. Soll ich noch etwas anpassen?" | Er beendet, wenn du zufrieden klingst, nicht wenn es gut ist. Die Prüfung ist deine. |
- Senden und Veröffentlichen.E-Mails, Posts, Deploys: alles mit deinem Namen dran geht auf dein Go.
- Löschen und Aufräumen im Großen.Vorschlag ja, Ausführung nach deinem Ja. Du hast das Protokoll auf deiner Seite.
- Geld und Verträge.Zahlungen, Buchungen, Zusagen: der Agent bereitet vor, du entscheidest.
- Menschen-Entscheidungen.Wen du annimmst, wem du absagst, was du versprichst. Fachliches Urteil bleibt fachliches Urteil.
/wait-whatentscheidenEine Antwort klingt sicher, und du verstehst sie trotzdem nicht ganz.
/wait-what
Die letzte Antwort noch einmal, in Alltagssprache, mit dem, was er weiß und was er annimmt.
Quelle: aihero.dev ↗