Bereich 2 · Mit dem Agenten arbeitenSeite 8 · 10

Woran du erkennst, dass es stimmt

In 30 Sekunden

Er meldet „fertig, alles getestet". Die Seite sieht gut aus, der Text liest sich rund, und du hast kein Gefühl dafür, ob es wirklich stimmt. Zustimmung ist keine Prüfung, und ein gutes Gefühl ist keine auch nicht. Was fehlt, ist ein Satz, den du vorher aufschreibst.

Vor dem Auftrag steht der Satz „fertig wenn"; danach prüfst du das Ergebnis gegen genau diesen Satz
Der Prüfsatz entsteht vor dem Auftrag. Danach prüfst du nur noch, was du vorher aufgeschrieben hast.

Ein Auftrag, den du nicht prüfen kannst, war keiner. Der Prüfsatz gehört vor die Arbeit, nicht danach.

Was du wissen musst

Das vorige Kapitel zeigt, womit er dich täuscht. Hier steht, was du dagegen tust — und es fängt an, bevor er losläuft.

Der Satz gehört nach vorn

„Fertig wenn" aus Kapitel 2.5 ist keine Formalie. Er ist dein Prüfmaßstab, und er taugt nur, solange du ihn vor der Arbeit aufschreibst. Danach schreibst du ihn unbewusst so, dass das vorliegende Ergebnis ihn erfüllt.

Ein brauchbarer Satz nennt etwas, das du ansehen kannst: „Fertig, wenn der neue Eintrag auf Desktop und Handy sichtbar ist und Hero und Preise unverändert aussehen." Ein unbrauchbarer Satz lautet „fertig, wenn es gut ist".

Ansehen schlägt berichten lassen

Der Agent berichtet, was er getan hat. Das ist seine Beschreibung, nicht das Ergebnis. Öffne die Seite, öffne den Ordner, sieh dir den Entwurf an. Bei allem, was länger als fünf Minuten gedauert hat, lohnt sich der Blick doppelt.

Frag außerdem nach dem, was du nicht bestellt hast: „Was hast du außerdem angefasst?" Die Antwort ist häufiger interessant als die auf „hat es geklappt".

Was du nicht erklären kannst, gibst du nicht frei

Manchmal siehst du das Ergebnis und kannst es trotzdem nicht beurteilen — bei allem Technischen ist das normal. Dann lass es dir erklären, an einem Beispiel, in deiner Sprache. Bleibt es nach zwei Anläufen unklar, ist das ein Befund: Entweder ist die Sache zu groß für einen Auftrag, oder er hat sie selbst nicht verstanden.

Wenn es nicht stimmt

Sag, was fehlt, und zeig auf deinen Prüfsatz. Ein Agent, der weiß, woran er gemessen wird, bessert gezielter nach als einer, der „mach es besser" hört.

Und wenn ihr zum dritten Mal an derselben Stelle nachbessert: stopp. Das steht so in deinen Start-Regeln, und es gilt auch hier. Drei Anläufe heißen, dass der Auftrag das Problem ist, nicht die Ausführung.

Damit arbeitest du

Prüfen
  • Sieh es dir selbst an, an der Stelle, wo es zähltDie Seite im Browser, die Datei im Ordner, die Mail im Entwurf. Der Bericht des Agenten ist nicht das Ergebnis.
  • Prüf gegen dein „fertig wenn", nicht gegen dein GefühlDu hast den Satz vor dem Auftrag geschrieben. Jetzt gehst du ihn durch, Punkt für Punkt.
  • Sieh nach, was du nicht bestellt hastNicht nur ob das Gewünschte da ist, sondern ob daneben etwas anderes verändert wurde.
  • Lass es dir erklären, wenn du es nicht beurteilen kannstWas du nicht erklären kannst, kannst du nicht freigeben. Dafür ist /teach da.
/teachlernen

Du sollst etwas freigeben und willst es vorher wirklich verstanden haben.

/teach Erklär mir, was du geändert hast, an einem Beispiel, das ich nachvollziehen kann.

Eine Erklärung in deiner Sprache, an der du merkst, ob du prüfen kannst.

Quelle: aihero.dev ↗
/researchlernen

Du willst eine Behauptung nachsehen, bevor du sie übernimmst.

/research Belege das mit Quellen, die ich selbst öffnen kann.

Eine Antwort mit Quellen statt einer sicher klingenden Vermutung.

Quelle: aihero.dev ↗